Wedding Film

Clara Taborda und Peter Baer arbeiten unter diesem Namen seit 1997.
Theater und Tanz, Installationen von Fotografien, Filmen, Projektionen, Objekten, überwiegend in autonomer Produktion und überwiegend im öffentlichen Stadtraum (Bürgersteige, Plätze, Parks, Brandwände, Hausfassaden), in leerstehenden Läden (von innen nach außen), meistens performativ begleitet.
Alle Projekte sind Langzeitprojekte und tragen einen seriellen, nicht abgeschlossenen Charakter – sie variieren und verändern sich im jeweiligen Kontext ihrer Realisierung – work in progress / work in process.
Wedding Film ist prinzipiell und stur analog und ortsgebunden. Die Werke sind da wenn, wann und wo sie sich ereignen. Ansonsten sind sie in einem potenziellen Zustand als Dokumentation, als Erzählung, als Partitur, als Simulation, als Vorstellung des Ereignisses und warten darauf, sich wieder zu ereignen.
Die Arbeit von Wedding Film besteht im Machen einfacher Dinge, ist schwach gegenüber der Welt, die sie umgibt, kann also übersehen, übertönt werden, ist immer künstliches Ereignis, das sich in der Nähe der Ereignislosigkeit behaupten muss.
Wedding Film hat sich der Flächigkeit, der sehr kleinen Differenz, der Entwicklungslosigkeit, der Langenweile und einem moderaten Ikonoklasmus verschrieben.
Vor Wedding Film:
Clara Taborda, Formation in Zeitgenössischem Tanz (Rio de Janeiro/São Paulo/Berlin), Tänzerin über mehrere Jahre in zahlreichen Produktionen der off-Szene, choreografische Arbeiten, Performances. Grafische Arbeiten.
Peter Baer, Studium des Maschinenbaus, der Philosophie und der Theaterwissenschaft. Anfänge mit Punkmusik und Straßentheater. Zahlreiche Werke auf dem Gebiet der polyphonen Sprechmusik, der Installation und der Performance.

